Bhf. Wilhelmsruh – Ursprung der Heidekrautbahn

Die NEB will gerne wieder auf der Stammstrecke nach Berlin und am liebsten sogar bis Gesundbrunnen fahren. Da die politischen Mühlen im Berlin-Brandenburgischen Politgeschehen sehr langsam mahlen, dauerte es doch bis 2020 eher wenigstens ein symbolischer Beginn bzw. der erste Spatenstich erfolgte.

Zunächst soll nur ein Bahnsteig in Berlin-Wilhelmsruh gebaut werden, der Streckenausbau soll aber bis 2023 erfolgt sein.

Was übrig bleibt, ist zunächst ein kleines Häufchen Sand:

Baustelle am Landhaus Germania in Finowfurt, Biesenthaler Straße

Früher stand hier in Finowfurt an der Biesenthaler Straße das Landhaus Germania, dann wurde das Gelände platt gemacht und nun ist der Rohbau fast beendet.

Mich irritiert dabei vor allem der sehr geringe Abstand zum dahinter befindlichen Bestand. Das wirkte früher etwas anders.

Schleusenruine Wüsteneutzsch

Nachdem ich aus einem traurigen Anlass in Sachsen-Anhalt weilte, konnte ich endlich einmal die Reste der Schleuse in Wüstenetzsch am nicht fertig gestellten Saale-Elster-Kanal besuchen.

Was für den einen nur kuriose Reste aus der Vergangenheit sind oder für andere ein Symbol für die Verschwendung von Steuergeldern ist, ist vor allem ein Zeichen für diskontinuierliche Verkehrspolitik und deren Folgen. Überall in der BRD findet man ähnliche Zeugnisse. Reste von Brückenbauten, Reste von Autobahnprojekten und so weiter … Bei manchen dieser Projekte mag es gut sein, daß sie nie fertig gebaut wurden, bei vielen hat der Stop des Baus die wirtschaftliche Entwicklung der Region aber nachhaltig negativ beeinflusst.

Bauarbeiten in Tüßling 

Im Bahnhof von Tüßling wird massiv umgebaut, die Nebenbahnidylle die im letzten Jahr noch zu spüren war, wird in spätestens einem Jahr wohl komplett verschwunden sein. Das Stellwerk Richtung Mühldorf am Inn ist schon verschwunden, das andere wohl funktionslos, die Bahn wird weitgehend hinter Schallschutzwänden versteckt. Für die Anwohner wahrscheinlich ein Fortschritt, für die Fans der Eisenbahn aber ein Graus. Die Motive verschwinden einfach.

Ein Paar Eindrücke aus Niederfinow

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Es gab wieder einmal einiges zu sehen. Bemerkenswert war vielleicht der Baufortschritt beim Neuen Schiffshebewerk, Katja aus Fürstenwalde, Rangierfahrten eines polnischen Verbandes, der Dampfer Lilienstein aus Dresden bzw. jetzt aus Oderberg (hier nicht gezeigt, aber gesehen und siehe hier: Zuwachs für die Dampferflotte in Oderberg) und ein Motorschiff aus Neuseeland. Wie weit dieses auf eigenem Kiel angereist war, konnte allerdings nicht recherchiert werden.