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Spurensuche an der Waldbahn Schorfheide

Schon vor längerer Zeit stieß ich an der ehemaligen B109 (jetzt Brandenburgs Landesstraße L100) auf Reste der Waldbahn Schorfheide. Heute fand sich etwas Zeit, den Spuren zu folgen. Zunächst ging es nach Osten ca. 500 m in den Wald hinein:

Der Bahndamm ist meist deutlich sichtbar. An einem quer verlaufenden Weg drehe ich um, Richtung Osten ist der Verlauf der Strecke aber noch gut parallel zu einem Wildzaun zu erkennen.

Anschließend laufe ich auf der Westseite etwas in den Wald. Der Bahndamm ist auch hier gut zu erkennen. Die Strecke führt im Bogen nach links bzw. Süden bis sie in etwa parallel zur B109 verläuft. Nach dem zweiten Querweg kehre ich auch hier um, auf der gegenüberliegenden Seite ist der Verlauf nur noch schwer zu erkennen.


Linkskurve


Abzweig am Ende der Kurve

Von dem Abzweig am Kurvenende folge ich noch kurz der Stichstrecke. Diese ist aber an einer lichteren Stelle nicht mehr richtig nachzuvollziehen.

Die verfolgte Strecke und der Ort sind den Screenshots aus Oruxmaps zu entnehmen. Der Einstieg befindet sich an der B109 knapp nördlich der Mitte zwischen Groß Schönebeck und dem Abzweig nach Groß Dölln (BRB: L215).

Der hier beschriebene Abschnitt gehört zu einem sehr umfangreichen Waldbahnsystem. Aus meiner Erinnerung gibt es westlich der Holzablage Michen vergleichbare Bahndämme. Außerdem ist auch nördlich des Bahnhofs Friedrichswalde ein Richtung West führender Bahndamm zu finden, der sogar auf Luftbildern der Region zu erkennen ist.

Und auf openrailwaymaps sind Teile des Systems eingetragen: link zum Ausschnitt bei openrailwaymaps

Im Netz ist wenig über die Waldbahn Schorfheide ist zu finden. Es wird u.a. von einem Zweig vom Bahnhof Friedrichswalde nach Carinhall und in anderen Quellen von Strecken zwischen Höpen (kleine Siedlung am Voßkanal nördlich von Liebenwalde) und Groß Dölln berichtet.

Mehr Aufschluß sollte aber die klassische Literatur geben. Im Eberswalder Jahrbuch 1999/2000 gibt es laut Inhaltsverzeichnis einen 6-seitigen Bericht: Die Grimnitzer Waldbahn. Eine bedeutsame Verkehrseinrichtung in der Schorfheide von R. BUCHWEITZ.

Und es gibt vom selben Autor eine Loseblatt-Sammlung vom GeraNova und Weltbild Verlag mit dem Titel: Britz – Templin – Fürstenberg (Havel) – 16 Seiten – Erscheinungsjahr: 2000 – Autor: Rudi Buchweitz mit einem Bericht über die Grimnitzer Waldbahn (Waldeisenbahn Schorfheide)

In einer abgelaufenen Auktion fand ich dazu noch folgende Angaben:


Grimnitzer Waldbahn – Waldeisenbahn Schorfheide (kleinere ausführliche Abhandlung):
– (Gemarkung Vogelsang, Groß Schönebeck, Werbellinsee, Grimnitz, Grimnitzsee, Joachimsthal, Groß Dölln, Dölln Krug, Döllnkrug)
– (Anschluss Försterei Reiherhorst, Dusterlake, Wucker, Sägewerk Werbellinsee, Michen, Ziegelei Roth)
– Ablage Michen am Werbellinsee
– Ziegelei am Werbellinsee
– Steingruben bei Joachimsthal
– Strecken an der Straße nach Karinhall (zeitweilig)
– Schotterwerk und Wirtschaftsbahn Althüttendorf
– Ablage Höpen
– Anschluss Bahnhof Vogelsang
– Ablage Burgwall
– Dampfsägewerk Groß Schönebeck

aus
Train: Britz-Joachimsthal-templin-Lychen – Furstenberg | eBay

Im Bahn-Express fand ich eine Aufstellung zu eingesetzten Loks der Waldbahn. Demnach fuhren dort
– 2 Stck. Borsig Cn2t
– 2 Stck. Borsig Dn2t
– 1 Stck. Oberursel Typ 50 PS, C-bm
– 1 Stck. O&K Typ 30 PS, Ct+t
– 1 Stck. O&K Typ Brigadelok, Dn2t
– 1 Stck. O&K Typ Brigadelok, Cn2t

Die genaue Aufstellung ist hier zu finden:
Grimnitzer Waldbahn – Waldbahn Schorfheide, 17268 Templin-Döllnkrug

Einen mageren Hinweis auf die Waldbahnen der Schorfheide gibt es auch hier: Von Heidereitern, Waldfrauen und Zapfenpflückern Historische Wald- und Holzberufe im Wandel der Zeit – Forst Brandenburg

Interessant wäre es, das gesamte Netz einmal abzulaufen oder abzufahren. Genug Ansatzpunkte gibt es. Bleibt nur die Frage, wie eindeutig die Strecken wiedergefunden werden können.

Waschbären am Wegesrand

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Eigentlich ist es kaum noch erstaunlich, daß man die allgegenwärtigen Waschbären auch mal vor die Linse bekommt. Hier war es aber schon etwas eigenartig, als ich zwischen Eichhorst und Altenhof unterwegs war, saß zwei kleine Kneuel auf der Straße, als ich näher kam, erkannte ich sie als kleine Waschbären. Die beiden hatten aber keine Scheu, so daß ich die Kamera rausholen konnte, um in Ruhe einige Bilder zu machen. Allerdings zeigte sich nur einer der kleinen Typen fotogen, der andere war etwas fotoscheu und versteckte sich hinter den Büschen.

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Am Schloßgut nichts Neues

Vor einigen Wochen schon wurde berichtet, daß es für das Schloßgut in Finowfurt im ehemaligen Ortsteil Schöpfurth einen neuen Eigner gibt und dieser bald mit dem Bauen beginnen würde. Noch ist aber nichts davon zu sehen, das Schloß träumt weiter einer Zukunft entgegen.

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Der Anblick ähnelt dabei sehr diesen Bildern vom März 2011: Schloßgut in Finowfurt

Radwegebau Altenhof-Buckow

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Die Gemeinde Schorfheide baut gerade mit ziemlich großem Aufwand an der Verlängerung des Radwegs Lichterfelde-Buckow in Richtung Altenhof. Ich frage mich allerdings, wer diese Radwege plant und wer sie in Zukunft benutzen soll. Die Linienführung folgt in vielen Bereich ziemlich genau der Geländekontur und so wird im Bereich des „Buckower Berges“ sehr viel vom Radfahrer verlangt. Schon die Straße wird in dem Bereich einigen zu steil sein, der Radweg ist aber noch steiler.

Ein weiterer Knackpunkt ist die Kreuzung mit der A11. Hier geht es zunächst hoch und dann wieder runter und gespannt bin ich auch, wie die schmale Stelle unter der Brücke gelöst wird.

Eine gute Frage ist auch, warum der Radweg so nah an der Straße gebaut wurde und nicht am Margarethenhof entlang. Hier gibt es sogar eine ziemlich ungenutzte Brücke nur für Radfahrer und Fußgänger …

Bahnhof Groß Schönebeck

Die Gemeinde Schorfheide, zu der auch der Ortsteil Groß Schönebeck gehört, hat vor kurzem mit der aufwändigen Sanierung des Bahnhofs begonnen. Der Bahnhof ist Endpunkt der Heidekrautbahn und wird alle zwei Stunden von der Niederbarnimer Eisenbahn angefahren. Früher gab es hier auch die Möglichkeit des Güterumschlags. In Zukunft soll die Naturwacht hier ihren Sitz haben.

Der Grimnitzsee

Der Grimnitzsee

Panoramaaufnahme aus mehreren Einzelbildern

Ein typischer Zungenbeckensee, der in der letzten Eiszeit entstand. Der Grimnitzsee liegt im nördlichen Teil des Landkreises Barnim, im Joachimsthal-Choriner Endmoränenbogen. Im Herbst und Frühjahr ist er auch beliebter Rastplatz für Zugvögel.

Mehr zum Grimnitzsee hier: Grimnitzsee bei wikipedia