Zu viel

Seit Anfang des Jahres fällt im Vergleich zu "normalen" Jahren sehr viel Niederschlag im Barnim. Obwohl die Region eigentlich jeden Tropfen gebrauchen kann, ist es aber doch fast schon zu viel. Denn nicht nur am Finowkanal, wie hier am neuen Wehr Heegermühle, sind die Wehre maximal geöffnet und schaffen den Abfluß nur gerade so.

In der ersten Aprilhälfte sind nach Aussagen der Statistiker bereits 130 Prozent des üblichen Aprilniederschlags gefallen und der April ist sowieso schon einer der regenreichsten Monate.

Wasserbaumagazin Grafenbrück

Die Arbeiten am Wasserbaumagazin gehen gut voran und die geplante Fertigstellung in diesem Jahr scheint nicht gefährdet. Das besondere an dem Gebäude ist nicht nur seine Geschichte, sondern auch die Dachkonstruktion. Leider ist davon allerdings beim Blick von außen nur wenig zu sehen.

Mehr Informationen dazu stehen in der Pressemitteilung des WSA Eberswalde:
Wiederaufbau des Magazins Grafenbrück am Finowkanal

Abriß der Autobahnbrücke, A11

Auch an der A11 wird abgerissen und neu gebaut. Die östliche Brücke wurde Anfang der 90er zunächst als Behelfbrücke gebaut und genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr. Gleichtzeitig wird die neue Brücke allerdings auch so lang gebaut, daß die Kanalbreite nach Ausbau des Kanals berücksichtigt ist.

Nachdem der Überbau schon vor einigen Wochen entfernt wurde, wird derzeit am südlichen Widerlager abgerissen.

Wasserkraftwerk in Bischofswerder

Neben den Schleusen von Bischofswerder befindet sich noch ein kleines Wasserkraftwerk.

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Über das Wasserkraftwerk ist wenig zu erfahren. Laut einer Liste der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V. soll es sich um 3 Kaplanturbinen mit einer Leistung von 240 kW und einer Ausbeute von 1.320 MWh/a.

Einer Diskussion im Forum von hidden-places.de zufolge könnte das Wasserkraftwerk und auch die Schleuse im Zeitraum 1986 bis 1988 gebaut worden sein.

AW: Parteihochschule „Karl Marx“ in Liebenwalde

Ansonsten hatte ich dort zwischen ´86 und ´88 dienstlich zu tun.
Nein, nicht im genannten Objekt, sondern an der Schleuse.
Diese wurde seinerzeit wegen der größeren Lastkähne rekonstruiert.
Im nördlichen Zehdenick wurden ja ZIegelsteine produziert (Tonabbau).
Gleichzeitig wurde an der Schleuse ein Wasserkraftwerk gebaut, erkennbar auf dem link am rechten Umfluter, oberhalb. Von tschechischen Spezialisten; die installierte Leistung habe ich vergessen, obwohl ich das Teil am Kranhaken hatte.

von user fernaufklärer

Pumpspeicherwerk Erzhausen

Das Pumpspeicherkraftwerk Erzhausen befindet sich bei Erzhausen Einbeck im Landkreis Northeim (Niedersachsen) wurde 1963 in Betrieb genommen. Zum Zeitpunkt meines Besuchs Ende 2007 gehörte es zu e.on.

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Eine gute Beschreibung befindet sich bei wikipedia:

Die Nennleistung von 220 MW wird von vier Maschinensätzen erzeugt, die jeweils aus einer Francis-Spiralturbine mit angekoppeltem Generator sowie einer Kreiselpumpe bestehen und durch Wasser aus dem fast 300 Meter höher liegenden Oberbecken gespeist werden. Die beiden Druckrohrleitungen sind 1.260 Meter lang und haben einen Durchmesser von 3,4 Metern.[1]

Die potentielle Energie der Wasserreserve des Oberbeckens reicht für über vier Stunden Stromproduktion. Insgesamt können pro Speichervorgang 1032 MWh Strom gespeichert werden. Für die Spitzenlast des nächsten Zyklus muss das Wasser wieder in das Oberbecken, dessen Wasserstand um bis zu 12 Meter gesunken ist, zurückgepumpt werden.

Update 28.08.2016:
Das Pumpspeicherkraftwerk Erzhausen wird jetzt vom norwegischen Energieversorgungsunternehmen Statkraft betrieben. Über die wikipedia ist auch halbwegs gut nachzuvollziehen, wie das Kraftwerk zu Statkraft kam:

2005 entschied sich Statkraft für die Übernahme eines GuD-Kraftwerks im Chemiepark Knapsack und den Bau eines weiteren in Herdecke und Knapsack und damit zum Einstieg in die Energieproduktion in Deutschland. Weitere Gas-Kombi-Kraftwerke in Emden und Landesbergen kamen durch ein Tauschgeschäft mit E.ON dazu. Ebenfalls durch den Tausch kamen mehrere Laufwasserkraftwerke in Deutschland und ein Pumpspeicherkraftwerk in Erzhausen zu Statkraft.

Der Strom vom und zum Kraftwerk wird über das Netz der TenneT TSO GmbH übertragen wird. Zur Geschichte schreibt die wikipedia u.a. folgendes:

Wegen der marktbeherrschenden Stellung des E.ON-Konzerns verpflichtete sich der Konzern gegenüber der Europäischen Kommission, sein deutsches Höchstspannungsnetz an einen Wettbewerber zu verkaufen. Damit erreichte E.ON die Einstellung eines Kartellverfahrens durch die EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes.[4]

Dieses Vorhaben machte die Gründung einer neuen Gesellschaft nötig, in die das deutsche Höchstspannungsnetz ausgelagert werden konnte. Diese Gesellschaft wurde als transpower stromübertragungs gmbh gegründet. Bis zu diesem Zeitpunkt war die E.ON Netz GmbH Eigentümer des Höchstspannungsnetzes.[5]

Transpower sollte gemäß der Vereinbarung bis zum 1. Dezember 2010 an einen Investor verkauft werden, der bisher keine Interessen in der Stromerzeugung und/oder -versorgung hatte.[2] E.ON hielt diese Vereinbarung ein und verkaufte das Unternehmen zum 1. Januar 2010 an den niederländischen Stromnetzbetreiber Tennet.[6][7] Transpower wurde zum 5. Oktober 2010 dem Namen des Mutterkonzerns angeglichen und heißt seitdem TenneT TSO GmbH.[8]

Die Tennet Offshore GmbH ist eine vollständige Tochtergesellschaft.