
Bahnhof Zehdenick-Neuhof, zu sehen ist auch ein GTW 2/6 der DB AG.

Pritzerbe an der Havel ist der einzige Begegnungsbahnhof zwischen Rathenow und Brandenburg. Hier treffen jede Stunde die Triebwagen der ODEG aufeinander. Der Bahnhof von Pritzerbe ist auch ein typisches Beispiel dafür, die sich die DB AG die Modernisierung von alten Bahnhöfen vorstellt. Das alte Empfangsgebäude wird ignoriert und statt dessen werden moderne Betonzweckobkjekte platziert.
Pritzerbe befindet sich an der Brandenburgische Städtebahn / Bahnstrecke Treuenbrietzen–Neustadt (Dosse) und hat seit 1904 Bahnanschluss.

Vor einigen Wochen berichtete die Märkische Allgemeine (Vogelsang wird abgehängt / über Schildbürger in Vogelsang) darüber, daß in Zukunft nur noch alle zwei Stunden ein Zug in Vogelsang halten wird, obwohl alle Stunde Züge in beiden Richtrungen durch den Ort fahren.
Für mich war dies Anlaß, einmal nach Vogelsang zu fahren und mir die Situation anzusehen.
Auf den folgenden Bildern wird der Ablauf deutlich. Der aus Berlin kommende Zug der Prignitzer Eisenbahn fährt auf dem zweiten Gleis ein, langsam am Bahnhofsgebäude und dem kleinen Bahnsteig vorbei und vor bis zum Ausfahrsignal. Kurz darauf kommt der Gegenzug aus Templin und fährt auf Gleis 1 vor bis zum Empfangsgebäude, Passagiere können ein- und aussteigen (heute waren es offensichtlich zwei Schülerinnen, die ausstiegen). Anschließend gehen beide Ausfahrsignale auf grün und es herrscht für die nächste knappe Stunde Ruhe auf dem Bahnhof.
Vogelsang liegt an der Bahnstrecke von Löwenberg nach Templin. Diese Strecke ist die letzte verbliebene von früher insgesamt 4 Strecken die auf Templin zuliefen und Templin somit zu einem Eisenbahnknoten machten.
Wikipedia sagt zu dieser Linie:
>>Die Strecke Löwenberg–Templin wurde am 1. Mai 1888 eröffnet und ist heute noch für den Personenverkehr in Betrieb. Zehn Jahre später – am 24. März 1899 – erfolgte die Verlängerung der Strecke nach Prenzlau. 1945 wurde dieser Abschnitt als Reparationsleistung für die Sowjetunion abgebaut. Acht Jahre später erfolgte der Wiederaufbau. Die Trassierung innerhalb Prenzlaus wurde dabei verändert, so dass die Strecke seitdem in einem Bogen nordwestlich um die Stadt führt. Die Wiedereröffnung des Abschnitts erfolgte am 30. Oktober 1953. 1955 ging eine Verbindungsstrecke vom neu errichteten Betriebsbahnhof Prenzlau West nach Blindow an der Bahnstrecke Angermünde–Stralsund in Betrieb. Damit war eine direkte Nord-Süd-Verbindung entstanden, wobei der Bahnhof Prenzlau umfahren wurde. Sie diente vor allem dem Güter- und militärischen Verkehr, wurde aber auch von einigen Schnellzügen in der Sommersaison genutzt.
Am 28. Mai 2000 wurde der Abschnitt Templin Stadt–Prenzlau im Schienenpersonenverkehr eingestellt. Noch bis 2003 befuhr ein Güterzugpaar das nördliche Streckenende zwischen Prenzlau und Prenzlau Vorstadt. Im Dezember 2008 verkaufte die Deutsche Bahn diesen Streckenabschnitt an die Draisinenbahnen Berlin/Brandenburg, die am 24. März 2010 einen Betrieb mit Draisinen auf der neun Kilometer langen Teilstrecke Beenz–Prenzlau Vorstadt eröffnet hatten. Allerdings wurde dieser Betrieb bald wieder eingestellt und die Strecke an die Havelländische Eisenbahn (HVLE) verkauft, die sie nun im Jahr 2011 aus Kostengründen wieder an andere Eisenbahninfrastrukturunternehmen abgeben möchte.<<
aus: Bahnstrecke von Löwenberg nach Prenzlau
Weitere Strecken verliefen von Templin nach Fürstenberg und Britz bzw. Eberswalde. Diese bildeten die Bahnstrecke Britz–Fürstenberg, die Strecke wurde 1898/1899 eröffnet.
Die Strecke nach Fürstenberg hat seit 1996 keinen Bahnverkehr mehr, dort können allerdings Draisinen gemietet werden. Richtung Britz ist der Verkehr seit Dezember 2006 unterbrochen. Bis Joachimsthal fahren allerdings von Eberswalde noch stündlich Triebwagen der ODEG und bis Milmersdorf öfter Güterzüge der DB AG.
Die Strecke von Eberswalde über Templin nach Löwenberg habe ich im Herbst 2006 im Rahmen einer Abbestellungstour Nordbrandenburg bereist. Die Bilder dazu liegen hier: November 2006 im unteren Bereich der Seite.

Ein Paar Bilder vom Bahnhof Fürstenberg/Havel im nördlichen Landkreis Oberhavel. In früheren Zeiten war der Bahnhof ein Ausgangspunkt von Militärzügen der Roten Armee, die von hier über Templin, Eberswalde nach Frankfurt/Oder fuhren. Die Rote Armee ist lange abgezogen, die Strecke nach Templin wird nur noch von Draisinen befahren und so ist Fürstenberg nur noch ein unbedeutender Unterwegshalt zwischen Neustrelitz und Berlin.

155 183-7 am Bahnübergang Danewitz
Lebenslauf der Lok 155 183-7 (LEW 17873) / Stand 08.03.2021:
.07.1982 Auslieferung an DR – Deutsche Reichsbahn „250 183-1“
..1982 Abnahme 01.01.1992 Umzeichnung in „155 183-7“
01.01.1994 => DB AG – Deutsche Bahn AG, GB Traktion „155 183-7“
01.01.1998 => DB AG – Deutsche Bahn AG, GB Ladungsverkehr „155 183-7“
01.07.1999 => DB Cargo AG „155 183-7“ 01.09.2003 => Railion Deutschland AG „155 183-7“
01.01.2007 Vergabe der NVR-Nummer „91 80 6155 183-7 D-DB“
16.02.2009 => DB Schenker Rail Deutschland AG „155 183-7“
15.09.2014 z-Stellung ..2016 Ausmusterung
29.02.2016 an MAED – Maik Ampft Eisenbahndienstleistungen, Limbach-Oberfrohna „155 183-7“ [NVR-Nummer: 91 80 6155 183-7 D-MAED]
.11.2016 Vermietung an MWB – Mittelweserbahn GmbH, Bruchhausen-Vilsen „155 183-7“ [NVR-Nummer: 91 80 6155 183-7 D-MAED]
.06.2017 Vermietung an Eichholz Eivel GmbH, Berlin „155 183-7“ [NVR-Nummer: 91 80 6155 183-7 D-MAED]
.__.201x Vermietung an MWB – Mittelweserbahn GmbH, Bruchhausen-Vilsen „155 183-7“ [NVR-Nummer: 91 80 6155 183-7 D-MAED]
01.01.2020 Vermietung an TRIANGULA Logistik GmbH, Gelenau „155 183-7“ [NVR-Nummer: 91 80 6155 183-7 D-MAED]
Quelle Fahrzeugportrait LEW 17873

Früher standen abgestellte Loks im Bahnhof Angermünde im BW hinter der Straßenbrücke. Seitdem die Liegenschaft und das Fahrmaterial aber verschiedenen Eignern gehören, stehen die Loks im Bahnhofsgebiet verstreut und die Liegenschaften gammeln vor sich hin.
Heute traf ich in Bahnsteignähe zwei sogenannten Energiecontainer (BR 155, ehemals DR 250 – 155 096-1 / NVR: 9180 6 155 096-1 D-DB und 155 208-2 / NVR: 9180 6 155 208-2 D-DB) und eine Lok Reihe 185 von BASF (185 610-3 / NVR: 91 80 6185 610-3 D-RBSAF). Weiter hinten stand noch eine Ludmilla der Leipziger Eisenbahn.