
Zwischen Casekow und Hohenselchow steht dieses schöne Chaussehaus am Weg. Ich habe Bilder davon auch an den Chausseehausblogger geschickt und er hat es auch veröffentlicht.


Zwischen Casekow und Hohenselchow steht dieses schöne Chaussehaus am Weg. Ich habe Bilder davon auch an den Chausseehausblogger geschickt und er hat es auch veröffentlicht.

Der Bahnhof von Passow (Uckermark) oder früher Passow Kreis Angermünde und die Bahnlinie nach Norden sind ein gutes Beispiel dafür, wie eine Bahnlinie und die Bahnhöfe an ihr durch Grenzverschiebungen und spätere Uneinigkeit bei der Prioritätensetzung in der Bedeutungslosigkeit verschwindet, obwohl sie früher eine der wichtigsten deutschen Bahnlinien war.

Passow ist eine eigentlich unbedeutende Gemeinde in der schönen Uckermark, erhielt seinen Anschluß an die große weite Welt aber schon mit dem Bau der Eisenbahn von Berlin nach Stettin (Stettiner Bahn). Die Bahnlinie wurde bis 1843 komplett in Betrieb genommen und dadurch eine der ältesten Bahnlinien Deutschlands.
Der Bahnhof Passow selbst hätte ein bedeutender Eisenbahnknoten werden können, da in den ersten Jahren der Existenz der neuen Bahnlinie nach Stettin von hier der Personenverkehr nach Prenzlau und weiter bis in die Hansestädte Greifswald und Stralsund startete. Und so gab es sogar Überlegungen die Bahnlinie nach Stralsund hier beginnen zu lassen. Die Bahnlinie wurde dann allerdings von Angermünde aus gebaut (Angermünde-Stralsunder Eisenbahn – 1863) und Passow versank wieder in der relativen Bedeutungslosigkeit.
Ein Bahnknoten wurde Passow dann ca. 100 Jahre später als die Bahnstrecke Passow–Schwedt gebaut wurde, die das PCK Schwedt anschloß.
Nach dem Krieg trennte kurz vor Stettin (jetzt Szczecin) eine Grenze die Strecke und das „zweite Streckengleis wurde im Zuge von Reparationsleistungen an die Sowjetunion demontiert“ (wikipedia). Die Strecke litt dann unter dem Geldmangel der Nachkriegszeit und später unter den Spannungen innerhalb des Ostblocks. Immerhin wurde die Strecke bis Passow (bzw. weiter zum PCK) elektrifiziert und ist bis Passow auch wieder zweigleisig.
Dahinter geht es allerdings teilweise im Schneckentempo und immer noch nur eingleisig voran. Die Fahrt auf der Strecke ist dadurch allerdings auch ein Erlebnis, da man in den Triebwagen das Gefühl hat auf einem Kamel zu reiten oder auf einem Schiff durch raue See zu steuern.
Das alles erklärt aber nicht, warum die Bahnstrecke heute immer weiter in der Bedeutungslosigkeit versinkt. Jetzt wo Deutschland und Polen in der EU sind und vor allem sowohl Berlin als auch Szczecin von einer schnelleren Verbindung profitieren könnten.
Interessanterweise hat sich auch die Märkische Oderzeitung des Themas angenommen und einen Tag, nachdem ich diese Bilder aufnahm einen Artikel zum Thema geschrieben: Eisenbahn im Niedergang * Unbegreifliches Versagen
Das folgende Video ist von den Bildern her eigentlich nichts besonderes. Ein Krabbenkutter (PKP: ST43) zieht einen Güterzug durch das Abendlicht von Krosno Odrzańskie, województwo lubuskie. Für mich ist es aber das erste Krabbenkuttervideo und der Sound der vor sich hinscheppernden Lok hat mich sofort für sie eingenommen:
Wer das Video herunter laden möchte, findet es hier: Krabbenkutter-Krosno

Ca. eine halbe Stunde nach der ST43-142 kommt ein weiterer Krabbenkutter aus dem Gegenlicht und hält in Krosno Odrzańskie. ST43-100 kommt zum Stehen und kurz darauf fährt die 142 weiter nach Osten.
Auch bei der 100 waren die Bedingungen schwierig und die Bilder nicht super, aber mir gefällt die Stimmung, die das Licht der Abendsonne verbreitet.


Die Sonne hat nicht die richtige Richtung, um diese Aufnahmen zu machen. Aber, wenn nun schonmal ein Güterzug durch Krosno Odrzańskie fährt, dann muß dieser auch dokumentiert werden:

ST43-142 fährt aus Guben kommend in Krosno Odrzańskie ein und wird wenig später mit lautem Geschepper weiter nach Osten fahren.