Monat: Dezember 2007

Pumpspeicherwerk Erzhausen

Das Pumpspeicherkraftwerk Erzhausen befindet sich bei Erzhausen Einbeck im Landkreis Northeim (Niedersachsen) wurde 1963 in Betrieb genommen. Zum Zeitpunkt meines Besuchs Ende 2007 gehörte es zu e.on.

IMG_3332

IMG_3334

IMG_3335

IMG_3336

Eine gute Beschreibung befindet sich bei wikipedia:

Die Nennleistung von 220 MW wird von vier Maschinensätzen erzeugt, die jeweils aus einer Francis-Spiralturbine mit angekoppeltem Generator sowie einer Kreiselpumpe bestehen und durch Wasser aus dem fast 300 Meter höher liegenden Oberbecken gespeist werden. Die beiden Druckrohrleitungen sind 1.260 Meter lang und haben einen Durchmesser von 3,4 Metern.[1]

Die potentielle Energie der Wasserreserve des Oberbeckens reicht für über vier Stunden Stromproduktion. Insgesamt können pro Speichervorgang 1032 MWh Strom gespeichert werden. Für die Spitzenlast des nächsten Zyklus muss das Wasser wieder in das Oberbecken, dessen Wasserstand um bis zu 12 Meter gesunken ist, zurückgepumpt werden.

Update 28.08.2016:
Das Pumpspeicherkraftwerk Erzhausen wird jetzt vom norwegischen Energieversorgungsunternehmen Statkraft betrieben. Über die wikipedia ist auch halbwegs gut nachzuvollziehen, wie das Kraftwerk zu Statkraft kam:

2005 entschied sich Statkraft für die Übernahme eines GuD-Kraftwerks im Chemiepark Knapsack und den Bau eines weiteren in Herdecke und Knapsack und damit zum Einstieg in die Energieproduktion in Deutschland. Weitere Gas-Kombi-Kraftwerke in Emden und Landesbergen kamen durch ein Tauschgeschäft mit E.ON dazu. Ebenfalls durch den Tausch kamen mehrere Laufwasserkraftwerke in Deutschland und ein Pumpspeicherkraftwerk in Erzhausen zu Statkraft.

Der Strom vom und zum Kraftwerk wird über das Netz der TenneT TSO GmbH übertragen wird. Zur Geschichte schreibt die wikipedia u.a. folgendes:

Wegen der marktbeherrschenden Stellung des E.ON-Konzerns verpflichtete sich der Konzern gegenüber der Europäischen Kommission, sein deutsches Höchstspannungsnetz an einen Wettbewerber zu verkaufen. Damit erreichte E.ON die Einstellung eines Kartellverfahrens durch die EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes.[4]

Dieses Vorhaben machte die Gründung einer neuen Gesellschaft nötig, in die das deutsche Höchstspannungsnetz ausgelagert werden konnte. Diese Gesellschaft wurde als transpower stromübertragungs gmbh gegründet. Bis zu diesem Zeitpunkt war die E.ON Netz GmbH Eigentümer des Höchstspannungsnetzes.[5]

Transpower sollte gemäß der Vereinbarung bis zum 1. Dezember 2010 an einen Investor verkauft werden, der bisher keine Interessen in der Stromerzeugung und/oder -versorgung hatte.[2] E.ON hielt diese Vereinbarung ein und verkaufte das Unternehmen zum 1. Januar 2010 an den niederländischen Stromnetzbetreiber Tennet.[6][7] Transpower wurde zum 5. Oktober 2010 dem Namen des Mutterkonzerns angeglichen und heißt seitdem TenneT TSO GmbH.[8]

Die Tennet Offshore GmbH ist eine vollständige Tochtergesellschaft.